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UNSER GRÜNDUNGSTAG 2019

Genau ein Jahr nach der Gründung der ersten drei Genossenschaften in unserem Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) war es heute wieder soweit. Ab 9 Uhr morgens kamen die drei großen Teams unserer Erstsemester-Studierenden zusammen und hielten unter der routinierten Leitung von Kirsten König vom Genossenschaftsverband Weser-Ems ihre Gründungsversammlungen ab. In deren Verlauf entstanden:

  • die Flotas eG in Gründung,
  • die TypeFive eG in Gründung,
  • die Navalia eG in Gründung.

Die Satzungen wurden verabschiedet, Vorstände und Aufsichtsräte gewählt und eine Menge Papiere ausgefüllt und unterschrieben. Hier ein paar Impressionen vom Gründungstag:

Gründungsversammlung der Flotas eG

Das Team der Flotas eG in Gründung

Das Team der TypeFive eG in Gründung

Erinnerungsfoto für den Genossenschaftsverband

Das Team der Navalia eG in Gründung

Im Navalia-Team lässt die Anspannung sichtlich nach…

Text und Fotos: Michael Vogel

SELBER LESEN STATT VORLESUNG

Unser Entrepreneurship-Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) soll den Studierenden helfen, ihr unternehmerisches Denken und Handeln zu entwickeln. Immer wieder passiert es uns jedoch, dass wir gefragt werden, ob GIF „also eine Art BWL-Studium“ sei. Nein, das ist GIF nicht. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, worin einige der grundlegenden Unterschiede liegen und warum GIF zugunsten von Selber-Lesen auf Vorlesungen verzichtet.

Die folgende Tabelle stellt Entrepreneurship der Betriebswirtschaft gegenüber mit dem Ziel, die Unterschiede sichtbar zu machen.

Entrepreneurship Betriebswirtschaft
Worum geht‘s? Chancen wahrnehmen, Neues starten Bestehendes wirtschaftlich betreiben
Was braucht es vor allem? Haltung, Teamkompetenz, Innovationskraft, Resilienz Relativ standardisiertes Fachwissen, Methoden
Wie lässt sich das lernen? Durch Praxis und ihre Reflexion Durch Theorie und ihre Anwendung

Mit der Betriebswirtschaftslehre verfügt die Betriebswirtschaft über einen Bestand an Fach- und Methodenwissen, der im BWL-Studium selektiv vermittelt wird. Da Betriebswirte meist in bereits bestehenden, vorstrukturierten, arbeitsteiligen Organisationen tätig werden, ist ein einigermaßen normierter, spezialisierter Wissensbestand sinnvoll.

Entrepreneure dagegen schaffen ihren Arbeitskontext selbst, indem sie Chancen verfolgen und innovative Problemlösungen entwickeln, immer auf der Suche nach einem funktionierenden Geschäftsmodell. Das dafür nötige Wissen eignen sich Entrepreneure in dem Umfang selbst an, wie es die Lage erfordert. Für sie ist nicht ein bestimmter Wissensbestand, sondern die Fähigkeit zu effektivem, selbstgesteuertem Lernen essentiell.

Das individuelle Lektüreprogramm

Im Studiengang GIF bereiten wir auf diese Realität vor, indem wir auf standardisierte Wissensvermittlung verzichten. Statt Vorlesungen absolvieren die Studierenden („Teampreneurs“) ein umfangreiches, aber individuelles Lektüreprogramm: Sie planen und entscheiden selbst, was sie lesen. Dadurch übernehmen sie von Anfang an Verantwortung für ihr Lernen. Nur der Rahmen ist vorgegeben:

  • Jedes Semester müssen sie Bücher (!) lesen und schriftlich verarbeiten.
  • Jedes Buch wird je nach Schwierigkeit und Sprache mit 1-3 Buchpunkten bewertet. Pro Semester werden 15 Buchpunkte verlangt.
  • Die schriftliche Verarbeitung der Bücher besteht aus Leitfrage, Rezension (Zusammenfassung, Kritik, Leseempfehlung) und Transfer.
  • Leitfragen entstammen der eigenen Praxis im Studiengang, insbesondere Kundenprojekten, Führungssituationen, Teamarbeit oder persönlicher Entwicklung.
  • Der Transfer bildet den Hauptteil und besteht in der Bearbeitung der Leitfrage (Praxis) mit Hilfe von Ideen, Methoden, Modellen etc. (Theorie) aus dem Buch.

Zu Beginn jedes Semesters erstellen die Teampreneurs als Teil ihres Lernkontrakts einen persönlichen Lektüreplan. Am Semesterende reichen sie ihre gesammelten Ausarbeitungen zusammen mit einer Reflexion ihres Lernprozesses als Portfolio zur Begutachtung ein.

Drei Beispiele

Da ich in den letzten Wochen eine große Zahl solcher Lektüre-Portfolios gelesen und benotet habe, kann ich auch gleich Beispiele für diese Art der Theorie-Praxis-Verbindung liefern. Ich nutze die Gelegenheit, um auf das Fachbuch-Sortiment des Haufe Shops aufmerksam zu machen, der uns unterstützt. Im Coworking Space unseres Studiengangs stehen zahlreiche Bücher u.a. aus den Rubriken „Privat & Beruf“ und „Unternehmensführung“ zur Verfügung, die häufig in Lektürepläne aufgenommen werden.

Beispiel 1: Selbstmanagement. Für unsere Studienanfänger ist der Umgang mit der Freiheit, die der Studiengang GIF bietet, eine viel größere Herausforderung, als sie es anfangs wahrhaben wollen. Als ihre Team Coaches empfehlen wir ihnen deshalb im 1. Semester, sich mit Methoden des Selbstmanagements zu beschäftigen. Das leicht lesbare Buch „Ziele erreichen. Von der Vision zur Wirklichkeit“ (Nickel) eignet sich gut zum Einstieg. Etwas anspruchsvoller zu lesen ist „Self-Leadership. Sich selbst führen in unsicheren Zeiten“ (Heidbrink/ Debnar‑Daumler). Beide Bücher wurden bei uns stets positiv rezensiert und wandern quasi von Hand zu Hand.

Beispiel 2: Workshop-Gestaltung. Unser Studiengang stützt sich durchgehend auf Teamarbeit. Es wird fast nur in Gruppenformaten gearbeitet und gelernt. Die produktive und freudvolle Gestaltung und Moderation von Workshops hat deshalb eine große Bedeutung. Manchmal kommt es zu einem regelrechten Wettrüsten beim Einsatz innovativer und spielerischer Methoden. Der „Crashkurs Professionell Moderieren“ (von Kanitz) findet ebenso den Weg in Lektürepläne unserer Teampreneurs, wie „Spiele für Workshops und Seminare“ (Beermann/ Schubach/ Tornow). Durch die schriftliche Beschäftigung mit dieser Literatur werden Workshops besser vorbereitet, professioneller durchgeführt und vor allem angemessen reflektiert.

Beispiel 3: Führung. Dieses Thema ist ständig präsent in unserem Studiengang und prägt auch seinen Namen. Teampreneurs leiten Kundenprojekte, sind Vorstände und Aufsichtsräte ihrer Unternehmen, fungieren als Hosts von Team Trainings und als Management der Studienganggebäudes. Auch ohne formelle Führungsrollen übernehmen sie immer wieder situativ die Führung. Der ständige Rollenwechsel bei fortbestehenden Teambeziehungen wirft Fragen auf, zu deren Bearbeitung u.a. das Buch „In Führung gehen. Der erfolgreiche Wechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten“ (Resetka/Felfe) herangezogen wird. Als Quelle der Inspiration neuer Ideen über Führung und Organisation dient hingegen das originell gestaltete „Wir sind Chef. Wie eine unsichtbare Revolution Unternehmen verändert“ (Arnold). Denn die Vorstellung hierarchischer, machtbasierter und unkooperativer Führung findet bei unseren Teampreneurs keine Resonanz.

Abschließend ein paar starke Argumente für das Lesen von Büchern (Quelle):

 

Text: Michael Vogel
Fotos: Burst/pexels.com und lum3n.com/pexels.com

 

GIF-PROJEKT GEWINNT WETTBEWERB

Seit 26 Jahren findet der CampusIdeen-Wettbewerb der Hochschulen des Landes Bremen statt. Er ist damit bundesweit der älteste Hochschul-Wettbewerb für Geschäftsideen und Business Pläne. Eine echte Institution also, verbunden mit Prestige und viel Aufmerksamkeit.

Und gleich im ersten Jahr unseres Studiengangs „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) kommt das Siegerprojekt der Sparte Business Plan aus unseren Reihen: Metricc! Herzliche Glückwünsche an das Projektteam, bestehend aus Jasper, Jannik und Tim (Foto oben, von links nach rechts). Eure disziplinierte, fokussierte, innovative und stets kundenorientierte Arbeit beginnt sich auszuzahlen.

Hier sind noch ein paar Impressionen von der Preisverleihung in der Bremer Handelskammer am 3. September.

Preisverleihung vor vollem Saal in der Handelskammer

Das Metricc-Team von rechts nach links: Tim, Jannik und Jasper

Gruppenbild der ausgezeichneten Projektteams

 

Text: Michael Vogel
Bilder: BRIDGE / Frank Pusch

COACH AUS FINNLAND COACHT DIE COACHES

25 Jahre Erfahrungsvorsprung hatten wir diese Woche zu Besuch: Ulla Luukas (dritte von links), Head Coach der Tiimiakatemia aus Finnland, arbeitete drei Tage lang intensiv mit den fünf Bremerhavener Team Coaches an der Vorbereitung des neuen akademischen Jahres. Wie schon im Mai 2018 bei Ullas erstem Besuch wurde deutlich, wie innovativ, komplex, durchdacht und ausbalanciert das große finnische Vorbild ist, an dem sich unser Team-Academy-Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) orientiert.

Im ersten Betriebsjahr von GIF standen der Aufbau der Infrastruktur im Alten Fährhaus, erste Erfahrungen mit der Rechtsform der Genossenschaft und das Schaffen von Organisationsstrukturen mit den Teampreneurs (= Studierenden) des Pionierjahrgangs im Vordergrund. Das zweite Betriebsjahr, das im Herbst 2019 beginnt und mit der Verdopplung der Studierendenzahl von 50 auf 100 einhergeht, wird von neuen, teils experimentellen Veranstaltungsformaten, einigen neuen Spielregeln und einem noch stärkeren Team-Fokus  geprägt sein.

Das Team-Academy-Modell ist so völlig anders als alles, was wir uns normalerweise als Studiengang vorstellen können, dass es für Teampreneurs und Team Coaches gleichermaßen eine tägliche Herausforderung ist, nicht in gewohnte Muster zurückzufallen, sondern dem Prozess zu vertrauen. Wie in den ersten Jahren jedes Startups – und wir verstehen GIF als eine Art Bildungsstartup – haben bei uns Ausprobieren, Testen, Lernen und Nachjustieren klaren Vorrang vor Stabilität und Effizienz.

In diesem Modus werden wir hoffentlich noch lange bleiben, denn er passt wunderbar zum ähnlichen Suchprozess unserer Teampreneurs bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen, Produkten und Kundenbeziehungen.

 

Text: Michael Vogel
Foto: privat

MAGAZIN T3N: GIF = STUDIENGANG MIT ZUKUNFT

Im Februar 2019 erschien im „digital pioneers“ – Magazin t3n unser Bremerhavener Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) auf einer Liste von 12 Studiengängen mit Zukunft, die auf einen Beruf im Zeitalter der Automatisierung vorbereiten. Das Bemerkenswerte daran: Die übrigen 11 Studiengänge auf der Liste haben alle einen unmittelbaren Bezug zu Digitalisierung. GIF ist als Entrepreneurship-Studiengang der einzige Ausreißer!

Was zeichnet GIF aus, dass ausgerechnet ein Fachmagazin für digitale Kultur diesen Studiengang ohne ausgeprägtes digitales Profil als besonders zukunftsträchtig hervorhebt? Drei Argumente schälen sich in Gesprächen immer wieder heraus: Bei GIF lässt sich lernen,

  1. selbstgesteuert zu lernen und zu handeln,
  2. aus nichts etwas zu machen, und
  3. in Teams und Netzwerken zu arbeiten und zu führen.

Diese drei Punkte spiegeln deutlich die aktuelle Debatte um die Zukunft des Arbeitens („New Work“, Arbeit 4.0 etc.) wider.

Tatsächlich erleben die GIF-Studierenden jeden Tag aufs Neue, wie schwierig, anstrengend und belastend der produktive Umgang mit Freiheit sein kann, die unser Studiengang in hohem Maße gewährt. Ohne Vorlesungen und Klausuren, die in anderen Studiengängen für Richtung, Struktur, Druck und Einheitlichkeit sorgen, liegt die Verantwortung bei jeder und jedem selbst, sich lohnende Lern- und Handlungsziele zu setzen und mit Konsequenz zu verfolgen.

Das verlangt nicht nur viel Mut (zu Verantwortung) und Selbstdisziplin (um durchzuhalten), sondern auch Selbsterkenntnis: Ist Freiheit überhaupt das Richtige für mich? Oder fühle ich mich in festen Strukturen und mit klaren Vorgaben wohler? Erfüllt es mich mit Freude und Energie, im Team mit anderen ein Unternehmen zu gründen und es nach unseren Vorstellungen im engen Kundenkontakt über drei Jahre aufzubauen, um daran zu lernen? Ohne Druckbetankung mit Fachwissen, dafür mit ausgeprägter Kompetenzentwicklung in den Bereichen Selbstlernen und Selbstführung; Lernen, Arbeiten und Führen in Teams und Netzwerken; Erkennen und Verfolgen von Chancen; und vor allem: aus nichts etwas zu machen.

Wir verstoßen mit GIF bewusst gegen Konventionen eines Hochschulstudiums, um dessen Funktion auf neue Weise gerecht zu werden: Menschen auf anspruchsvolle, verantwortliche Aufgaben in einer Welt vorzubereiten, die sich schnell und tiefgreifend verändert. Nicht die auf Abhängigkeit ausgerichtete „employability“ der Studierenden ist unser Ziel, sondern die Entwicklung ihrer Eigenständigkeit und wirtschaftlich-gesellschaftlichen Gestaltungskraft.

Vermutlich ist GIF deshalb auf der t3n-Liste der 12 Studiengänge mit Zukunft gelandet, die auf einen Beruf im Zeitalter der Automatisierung vorbereiten.

 

Text: Michael Vogel
Illustration: Tanja Föhr/flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

ZEIT FÜR EINEN BESUCH BEI UNS

Am 15. Juli ist Bewerbungsschluss für Studiengänge, die zum Wintersemester starten. Höchste Eisenbahn also für alle, die noch nicht so richtig wissen, ob und was sie studieren möchten. Um dir bei der Enzscheidung zu helfen, lädt die Hochschule Bremerhaven am Samstag, den 29. Juni, zum Campustag ein. Ja, es wird gegrillt. Aber nicht nur.

Vor allem stellen sich Studiengänge vor, darunter auch der bundesweit einzigartige Entrepreneurship-Bachelor „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF). Wo echte Unternehmen gegründet und zum Lernen im engen Kundenkontakt über drei Jahre aufgebaut werden. Wo Teamarbeit alles dominiert und wo Lehrende nicht lehren, sondern als Team Coaches fungieren.

Wir präsentieren euch einige unserer Kundenprojekte und Geschäftsvorhaben, zeigen euch unser „Zuhause“, das Alte Fährhaus an der Geeste, beantworten alle Fragen und freuen uns darauf, euch kennenzulernen. Also, dick in den Kalender eintragen: 29. Juni, Hochschule Bremerhaven, Studiengang GIF. Bis dann.

ZWEI POPUP STORES (POWERED BY GIF)

Über zwei Wochen genau zur Jahresmitte 2019 betreiben Teams unseres Studiengangs „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) zwei Popup Stores in Bremerhaven. Die Ladenflächen haben sie in einer 24-Stunden-Challenge im Mai gewonnen. Die Aufgabe bestand darin, quasi über Nacht im Team überzeugende und schnell realisierbar Geschäftskonzepte für die beiden Läden zu entwickeln und im Wettbewerb vor einer externen Jury zu pitchen. Das tolle Angebot verdanken wir der STÄWOG und der Kampagne Springflut Bremerhaven. Hier einige Impressionen vom Kick-Off und dem Finale der 24-Stunden-Challenge.

Hier die siegreichen Konzepte B-Drift und Dunkeltrunk, die aktuell umgesetzt werden:

B-Drift

In der Bürgermeister-Smidt-Straße 116 ist ein Parcours aufgebaut, in dem mit Handy-gesteuerten Autos schnelle Rennen, Geschicklichkeitsübungen, Themenfahrten und freies Training absolviert werden können. Der Clou ist das realitätsnahe Fahrverhalten der kleinen Flitzer, die durch Kurven „driften“. Großer Fahrspaß ist garantiert. Achtung, hohe Suchtgefahr! Es stehen kalte Getränke und Snacks zur Verfügung, außerdem gemütliche Sitzgelegenheiten, von denen das Renngeschehen beobachtet werden kann.

B-Drift Werbeplakat

Dunkeltrunk

In der Wülbernstraße 4c werden Weinverkostungen im Dunkeln angeboten. Geruchs- und Geschmackssinn treten dadurch viel stärker in den Vordergrund. Die sinnliche Erlebnisreise durch europäische Anbaugebiete wird von Geschichten über die Weine und Orte begleitet. Dazu werden Antipasti gereicht. Weitere Details und Reservierungen sind unter dunkeltrunk@bluebird-eg.de möglich.

Dunkeltrunk-Werbeplakat

Text und Fotos: Michael Vogel
Illustration ganz oben (gelb): Springflut Bremerhaven/bigben reklamebureau

EINBLICKE IN UNSEREN STUDIENGANGSBETRIEB

In den letzten Monaten haben wir viele Gäste überwiegend als Tagesbesucher in unserem Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) an der Hochschule Bremerhaven begrüßen dürfen. Studieninteressierte, aber auch neugierige Vertrerinnen und Vertreter anderer Hochschulen, wollen sehen, wie es bei uns aussieht, wie wir miteinander umgehen und wie Lernen im Team am eigenen Unternehmen in der Praxis funktioniert.

Der persönliche Eindruck ist natürlich der beste. Deshalb laden wir dich herzlich ein, bei uns vorbeizuschauen. Eine gute Gelegenheit ist der Campustag am Samstag, den 29. Juni 2019. Oder aber du klopfst bei unserem Studienpaten Dominik an und vereinbarst einen Besuchstermin mit ihm.

Wochenverlauf

Jede Woche sieht bei GIF anders aus. Wir haben zwar einige wenige feste Termine, die sich jede Woche wiederholen (Team Trainings, Fremdsprachen), aber ansonsten gibt es keinen festen Stundenplan. Stattdessen nutzen wir das Online-Tool TeamUp, um uns zu organisieren. Jede und jeder kann Termine für das eigene Team anlegen. Auch Termine externer Partner bauen wir ein. Dadurch entstehen unsere Wochenprogramme dezentral und immer mit einer Prise Chaos. Wenn sich ab Herbst die Anzahl der Teams verdoppelt, wird es noch bunter.

Wochenplan Teamup

Eine GIF-Woche auf TeamUp

Veranstaltungen

Jedes Team hat zweimal drei Stunden Team Training pro Woche. Meistens finden Team Trainings im Stuhlkreis statt und dienen dem Austausch, dem Miteinander-Denken und dem Voneinander-Lernen. Wir experimentieren aber auch mit anderen Formaten, denn nichts muss so bleiben, wie es ist, wenn es anders besser geht.

Team Training

Team Training im Stuhlkreis: Die Entscheidung über ein Produktdesign wird vorbereitet

Bisher hielten wir einmal pro Woche eine „Assembly“ (Vollversammlung) ab, um die vielen Grundsatz-Entscheidungen über die Ausgestaltung von GIF zu besprechen und gemeinsam zu beschließen. Inzwischen sind wir soweit, dass die Assembly nur noch einmal pro Monat nötig ist. Ebenfalls einmal im Monat findet ein „Houston Calling“ statt, an dem alle Teams ihre Kennzahlen (Umsatz, Kundengespräche, Buchpunkte, …) offenlegen und von ihren Highlights und Flops berichten.

Vollversammlung

Fragen in der wöchentliche Assembly: Welche Collaboration Tools wollen wir nutzen? Wie sollen Projektbudgets aussehen? Wann evaluieren wir uns selbst? etc.

Neben Team Trainings, Assembly und Houston Calling tauchen in unseren Wochenplänen Impulsveranstaltungen (Vorträge und Workshops zu Fachthemen wie Recht, Finanzen, Verkauf oder Networking), Foren (Treffen zur gegenseitigen Beratung von Vorständen der Genossenschaften und von Projektleitern) und offene Projektsprechstunden der Team Coaches auf. Darüber hinaus finden ständig irgendwo irgendwelche Projekttreffen, Stand-Ups nach der Scrum-Methodik und Kundenbesuche statt.

Wir freuen uns auf den Semesterstart im Herbst 2019, wenn es noch wuseliger und undurchschaubarer wird bei uns im Alten Fährhaus in Bremerhaven. Übrigens: die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. Juli

Text und (fast alle) Bilder: Michael Vogel

6 MONATE GIF – ERSTER ÖFFENTLICHER AUFTRITT

Nein, kein Scherz: Am 1. April wurde unser Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) schon sechs Monate alt. Das haben wir zum Anlass genommen, um  Freunde, Förderer, Partner und die ersten Kunden unserer studentischen Genossenschaften zur GIF Night ins Fährhaus einzuladen. Rund 90 Einladungen hatten wir verschickt und 70 Gäste kamen, ohne dass wir ihnen drohen mussten.

Die Veranstaltung hatten wir u.a. wenige Tage zuvor mit einem großen Frühjahrsputz des Fährhauses vorbereitet. Teampreneurs und Team Coaches hatten dafür ihre Projekte für ein paar Stunden im Stich gelassen und stattdessen Fenster geputzt, Berge von Altpapier entsorgt, Möbel geschleppt und alles tipptopp aufgeräumt. Ja, auch sowas machen wir, denn das Fährhaus ist unser Zuhause, um das wir uns natürlich kümmern müssen.

Die Spannung stieg, der große Tag nahte, und dann waren die Gäste da. Von Anfang an herrschte eine gelöste, fröhliche und lebhafte Stimmung. Das Fährhaus war erstmals richtig voll. Das gab uns einen Eindruck davon, wie es ab Herbst 2020 sein wird, wenn GIF drei Jahrgänge mit rund 150 Teampreneurs umfassen wird.

Die GIF Night bestand aus zwei Programmteilen: Projekt-Pitches und Networking. Sechs Projektteams traten im Pitch-Wettbewerb vor einer Jury und dem Publikum gegeneinander an, indem sie in je fünf Minuten vorstellten, woran sie arbeiten und wofür sie sich Unterstützung erhoffen. Konkret ging es um:

  • Datenanalyse für den stationären Einzelhandel,
  • ein Einzelhandelsformat für Lebensmittel,
  • eine Kombucha-Brauerei,
  • Unternehmensberatung zur digitalen Transformation im Mittelstand,
  • einen Belieferungsservice für Yachten und
  • Unternehmensberatung zur E-Mobilität.

Die Namen der Projekte nennen wir an dieser Stelle nicht, da sie vorläufig und/oder noch nicht geschützt sind.

Die vierköpfige Jury stellte nach jedem Pitch einige Fragen an das jeweilige Team, gab am Ende ausführliches Feedback und ernannte die Gewinner. Besonders überzeugen konnte der Yacht-Belieferungsservice durch die Lösung eines konkreten, gut belegten und nachvollziehbaren Problems, durch seine sehr schlanken Geschäftsprozesse und durch die bereits erzielten Fortschritte bei der Umsetzung – nach nur sechs Monaten! Ausgezeichnet wurde der Projektleiter Michael mit einem Paar Schwimmflügel, eine Anspielung auf den Ausspruch eines anderen Teampreneurs, im Studiengang GIF lerne man „Gründen mit Schwimmflügeln“.

 

 

 

 

 

Es folgte der lockere Networking-Teil des Abends mit Buffet (Pinguine sind bei Team-Academy-Studiengängen das Symbol für Studienanfänger…) und Gesprächen an Info-Ständen, an denen sich ein knappes Dutzend Projekte vorstellten. Gegen 23 Uhr verließen die letzten Gäste das Fährhaus.

Wer pitchen und feiern kann, kann auch aufräumen. Entsprechend war das Fährhaus bereits wenige Stunden später wieder sauber, für Gruppenarbeit möbliert und voll einsatzbereit, damit alle Teams über die Organisation und den Ablauf der GIF Night reflektieren, einander Feedback geben und aus dem Erlebten lernen konnten.

Text und Fotos: Michael Vogel

GIF-BROSCHÜRE 2019 IST DA

Als vor über einem Jahr unsere Studiengangsbroschüre erschien, lag der Start des Studiengangs „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) noch neun Monate fern in der Zukunft. Wir mussten sie deshalb mit Fotos bebildern, die nicht im Studiengang enstanden waren.

Inzwischen haben wir das erste Semester hinter uns, in dem viele schöne Fotos entstanden sind. Einige davon könnt Ihr nun in der Edition 2019 unserer Broschüre bewundern. Außerdem haben wir den Text an einigen Stellen aktualisiert.

Die 2019er Broschüre erhaltet ihr in der Info-Zentrale der Hochschule Bremerhaven, an allen Veranstaltungen, an denen wir mit einem Info-Stand vertreten sind, und natürlich hier als PDF-Download. Wir freuen uns auf euer Feedback.