BEWEGE ETWAS

Hast du schon mal einen Flohmarkt, einen Sportwettkampf, ein soziales Projekt oder ein Schulfest organisiert? Ergreifst du gerne die Initiative und baust mit anderen zusammen etwas Neues auf? Lässt du dich von Unklarheiten und Schwierigkeiten nicht beeindrucken, sondern hältst am Ziel fest? Dann hast du eine unternehmerische Ader.

Leute mit unternehmerischer Ader wollen etwas bewegen, die Zukunft aktiv mitgestalten, statt darauf zu warten, dass es andere tun. Für sie sind Probleme kein Anlass zum Jammern, sondern ein Anreiz, um Dinge besser zu machen. Dabei ist es ihnen egal, wenn die Voraussetzungen zunächst nicht ideal sind, denn sie vertrauen darauf, dass sich durch ihr Engagement auch die Umstände verändern.

Hier ein paar Beispiele von Leuten, die die Initiative ergriffen haben, um aus eigenem Antrieb für andere und sich selbst etwas bewegt haben:

Der Besuch der Uni-Mensa brachte die Gründer von Reishunger auf ihre Idee. „Wir fragten uns, warum eigentlich Reis in Deutschland immer nach nichts schmecken muss“ und wussten sofort, was sie tun wollten. 2011 gegründet, hat das Bremer Unternehmen heute 70 Angestellte.

Matthew Markus will Nashörner davor bewahren,  wegen ihrer Hörner abgeschlachtet zu werden. Er entwickelte eine 3D-Druck-Methode, mit der sich echt aussehende Nashorn-Hörner herstellen lassen, die chemisch identisch zum Original sind. Über sein Startup Pembient will er mit seinen Fälschungen den Markt schwemmen, um den Preis für Nashorn-Horn (höher als der Goldpreis) in den Keller zu drücken und Wilderei unwirtschaftlich machen.

„Wir wollen etwas machen. Zu dritt. Eigentlich egal was. Hauptsache: machen.“ So beschreiben die Gründer von mymuesli in ihrem Buch „machen“ zum zehnjährigen Bestehen des Unternehmens ihren Anfangsimpuls. Ihr Antrieb war nicht ein Produkt oder eine gesellschaftliche Veränderung, sondern einfach Tatendrang. Heute beschäftigen sie über 800 Menschen.

„Mensch, lass uns doch etwas machen, wo wir Menschen, die sonst jede Firma ablehnt, eine Chance geben, eigenes Einkommenn zu erwirtschaften und damit wieder Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen.“  Aus diesem Impuls heraus startete Sina Trinkwalder das ökosoziale Textilunternehmen manomama. Dafür erhielt sie 2015 das Bundesverdienstkreuz.

Nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl 1986 starteten Eltern eine Bürgerinitiative gegen Atomstrom und kämpften 10 Jahre lang gegen ihren regionalen Stromversorger und AKW-Betreiber. Dann schufen sie etwas völlig Neues: 1996 gründeten sie spektakulär ihren eigenen Ökostromanbieter, die EWS Schönau, bis heute ein Aushängeschild der Branche.

Muhammad Yunus wollte nach einer Hungersnot die Situation der einkommensschwachen Haushalte in Bangladesch verbessern. 1976 begann er, armen Frauen auf dem Land Mikrokredite zu gewähren, damit sie ein eigenes kleines Geschäft starten konnten. 2006 erhielten Yunus und seine Grameen Bank den Friedensnobelpreis.

Jede dieser Personen hatte eine Idee für eine bessere Zukunft für sich oder für andere. Doch sie beließen es nicht dabei, sondern bewegten tatsächlich etwas. Sie brachten etwas Neues in die Welt und veränderten sie dadurch!

Wenn du das auch machen möchtest – selbst wenn du noch nicht weißt, was „das“ ist – bist du hier richtig. Wir, die hier bloggen, haben 2018 den radikal neuartigen Bachelorstudiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) gestartet, der sich an unternehmerisch denkende und handelnde junge Leute wendet, also an solche, die mit anderen zusammen etwas bewegen wollen, und dafür wirtschaftliches Knowhow, Innovationsfähigkeit, Führungskompetenz, Teamwork und vielleicht sogar ein eigenes Unternehmen brauchen.

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(Foto: Adobe Stock)