IM TEAM

Dein Ding ganz allein zu machen, ist völlig okay. Zeitraubenden Abstimmungsbedarf, blöde Kompromisse und manche Konflikte kannst du auf diese Weise vermeiden. Nicht umsonst empfiehlt ein afrikanisches Sprichwort: „Wenn du schnell gehen willst, geh allein.

Doch das Sprichwort geht weiter: „Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen.“ Mit anderen Worten, wenn deine Idee von der Zukunft oder dein Vorhaben ambitioniert sind, suchst du dir besser Leute, die den Weg mit dir zusammen gehen, die sich die Arbeit, die Last und die Verantwortung mit die teilen. Denn die wenigsten von uns sind Superhelden, die alles alleine können.

Eine beliebige Ansammlung von Individualisten sind allerdings noch kein leistungsfähiges Team – eher im Gegenteil. Vertrauen, Konfliktbereitschaft (statt künstlicher Harmonie), Engagement, Mut und Ergebnisorientierung entstehen nicht spontan, sondern nur in einem längeren, intensiven Prozess, der die Gruppe manchmal an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringt.

Für ein leistungsfähiges Team ist auch seine Zusammensetzung wichtig. Sind die Mitglieder sehr ähnlich oder sehr unterschiedlich, engt das die Denk- und Handlungsmöglichkeiten des Teams ein. Ein gutes Maß an Vielfalt ist erreicht, wenn die verschiedenen Rollen, die ein leistungsfähiges Team braucht, durch die Teammitglieder abgedeckt sind. Das Belbin-Teamrollenmodell beispielsweise unterscheidet neun Rollen, u.a. auf der Basis ihrer Handlungs-, Kommunikations- und Wissensorientierung.

Gerade bei größeren Gruppen ist der Teambildungs- und Teamentwicklungsprozess anspruchsvoll und gelingt sehr viel besser, wenn er durch Moderation und Coaching begleitet wird. Das zu tun ist eine unserer Aufgaben als Team Coaches im Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF), den wir derzeit aufbauen. Die Studierenden arbeiten und lernen darin prinzipiell in Teams und mit einem sehr hohen Grad an Selbststeuerung und Selbstverantwortung.

 
(Foto: Adobe Stock)